Altbaumobilisierungsstrategie

In Staßfurt stehen insbesondere infolge des demografischen Wandels Gebäude bereits seit vielen Jahren komplett leer. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf das Ortsbild aus, sondern hat weitreichende gesellschaftliche, wirtschaftliche und städtebauliche Folgen. Diesem Thema hat sich bereits das InSEK „Staßfurt 2035+“ gewidmet und gefordert, sich diesem Umstand anzunehmen und eine Strategie zu entwickeln, wie der Altbau aktiviert werden kann.

An den Gebäuden wurden oftmals seit 1990 keinerlei Investitionen getätigt. „… Neben den beschriebenen demografischen Entwicklungen als Auslöser von Wohnungsleerstand kommt gerade bei entspannten Wohnungsmärkten der Eigentümer-Objekt-Konstellation eine besondere Bedeutung zu. Häufig stellen komplizierte Eigentümerkonstellationen, überforderte oder nicht handlungsfähige oder handlungsunwillige Eigentümer erhebliche Entwicklungsblockaden dar und es kommt zu einem langfristigen städtebaulichen Missstand mit negativen Wirkungen auf das Umfeld. Angesichts des auf absehbare Zeit vorhandenen Überangebots an verwertbaren und nutzbaren Immobilien werden Marktanreize allein dieses Problem nicht zufriedenstellend lösen. …“ Als eine wirksame Maßnahme wurde in der Strategie der Einsatz eines Eigentümermoderators herausgearbeitet: „… Oft liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Revitalisierung der Problemimmobilien bei einer Aktivierung der aktuellen Eigentümerinnen und Eigentümer oder bei einem gezielt herbeigeführten Wechsel in der Eigentümerschaft (Transaktionsmanagement) …“

Es wurde ein Problemimmobilienkataster mit 289 Objekten in Staßfurt und den Ortsteilen erstellt. Mit der daraus abgeleiteten Strategie, welche im Dezember 2025 vom Stadtrat beschlossen wurde, werden verschiedene Möglichkeiten der Altbaumobilisierung aufgezeigt. Die Salzstadt Staßfurt wird in der Zukunft, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, dieses vorgenannte Problem wirkungsvoll angehen.

 

Anlagen:

1.)   Problemimmoblienkataster Staßfurt (PIKS)
2.)   Altbaumobilisierungsstrategie